FAQ

Zum Projekt KuLaDig-RLP

Was für eine Art Projekt ist „KuLaDig-RLP“?

Unser Projekt ist ein Forschungs-, Förder- und Modellprojekt und trägt den offiziellen Namen „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz (KuLaDig-RLP)“. Ziel ist die digitale Präsentation von kulturellem Erbe in der Internetplattform KuLaDig oder ahnlichen digitalen Formaten.

Was fördert das Projekt KuLaDig-RLP?

Die am Landesprojekt KuLaDig-RLP teilnehmenden Kommunen werden durch das Projektteam umfassend und kontinuierlich bei der digitalen Erfassung ihres kulturellen Erbes und der Umsetzung der eigenen Konzepte unterstützt. Das Projekt fördert dadurch gezielt eine Kommunalentwicklung und Identitätsstiftung „von unten“: In rheinland-pfälzischen Kommunen werden Objekte der Kulturlandschaft erfasst, digitalisiert, mit Multimedia angereichert und in KuLaDig langfristig den NutzerInnen für unterschiedlichste Zwecke (z.B. Tourismus, Bildung, Identitätsstiftung) verfügbar gemacht – im Internet und mittels Smartphone-App auch vor Ort durch QR-Codes oder NFC (Near-Field-Communication).

Wer betreibt das Projekt KuLaDig-RLP?

Das Projekt wird vom Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau mit Unterstützung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd durchgeführt und vom rheinland-pfälzischen Innenministerium sowie der Universität Koblenz-Landau finanziell gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Michael Klemm, Dipl.-Ing. Matthias Dreyer und Florian Weber, M.A. Das Projektteam verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit KuLaDig und verschiedenen Formen der Digitalisierung kultureller Inhalte.

Wie lang ist die Laufzeit des Projekts?

Das Projekt KuLaDig-RLP hat aktuell eine Laufzeit von 2019 bis 2021, mit der Option auf eine Verlängerung für weitere drei Jahre. Jedes Teilprojekt ist auf ein Jahr Dauer ausgelegt, etwa von März bis Februar.

Was leistet das Projektteam?

Das Projektteam von KuLaDig-RLP unterstützt die Kommunen…

  • durch die kostenlose Bereitstellung inhaltlicher und technischer Kompetenzen insbesondere bei der für jede Kommune individuellen Konzeptentwicklung, der Datenerhebung, der (multimedialen) Datenaufbereitung und der Datenintegration in KuLaDig,
  • durch kontinuierliche Beratung, Projektsteuerung und -begleitung im Hinblick auf die Auswahl eines zu jeder einzelnen Kommune passenden Rahmenthemas, der geeigneten KuLaDig-Objekte, der passenden Medienproduktion, der Entwicklung eines Verwertungskonzepts, 
  • durch inhaltliche Impulsgebung aufgrund der langjährige Erfahrung mit KuLaDig und gezielte Vermittlung von Expertenwissen (u.a. in Workshops),
  • durch eine wissenschaftlich fundierte Qualitätssicherung der Beiträge,
  • durch eine personelle Unterstützung mittels (studentischer) Arbeitsgruppen, die bei der Datenerfassung, Medienproduktion und Texterstellung mitarbeiten,
  • durch eine Netzwerkbildung mit anderen Kommunen und externen ExpertInnen,
  • durch die Impulsfinanzierung von bis zu 1000 EUR pro Kommune, um die eigenen KuLaDig-Beiträge inhaltlich und medial zu optimieren,
  • durch eine gemeinsame Webpräsenz und Öffentlichkeitsarbeit.

Was leistet die Kommune?

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos, hinzu kommt eine Anschubfinanzierung in Höhe von jeweils ca. 1000 Euro. Die Kommune beteiligt sich an der Projektarbeit, indem sie…

  • ein kommunales Projektteam organisiert und zwei Hauptverantwortliche verbindlich aussucht,
  • einen regen und kontinuierlichen Austausch mit dem Projektteam von KuLaDig-RLP betreibt,
  • eine Begehung in der Kommune durch das KuLaDig-RLP-Projektteam organisiert (Ortsrundgang zu den ausgewählten Objekten, Besprechung moderieren, Materialien bereitstellen und Rechtefragen klären)
  • ein Konzept für die Bewerbung entwickelt (Rahmenthema, Objektliste, Zielgruppen- und Verwertungskonzepte) und zusammen mit dem Projektteam laufend optimiert, 
  • Daten zu den ausgewählten Rahmenthemen und Objekten zur Verfügung stellt (z.B. Chroniken, historische Dokumente und Fotografien, Videos) und deren Verwertbarkeit sichert,
  • ggf. ZeitzeugInnen oder ExpertInnen für die Beiträge vermittelt,
  • die studentischen Arbeitsgruppen unterstützt,
  • aktive Mitarbeit bei der Text- und Medienproduktion leistet
  • eine (gemeinsame) Webpräsenz und Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

Wie viele Kommunen werden jährlich durch das Projekt gefördert?

In der Projektlaufzeit werden jährlich etwa zehn Kommunen bzw. Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz durch das Projekt KuLaDig-RLP als Modellkommunen gefördert.

Kann meine Kommune mit KuLaDig arbeiten und unterstützt werden, auch wenn sie keine Modellkommune ist?

KuLaDig ist als offenes System konzipiert und steht allen Kommunen offen, eigene Objekte des kulturellen Erbes in der Datenbank zu erfassen und auf der Plattform zu präsentieren. Wenden Sie sich gerne bei Interesse an Matthias Dreyer, den KuLaDig-Koordinator von Rheinland-Pfalz.

Welche Kommunen werden bislang im Projekt KuLaDig-RLP gefördert?

Im ersten Projektjahr wurden durch das Projekt KuLaDig-RLP neun Kommunen gefördert, im zweiten Projektjahr elf Kommunen – bewusst sehr unterschiedlich nach Lage, Größe, Charakteristik.

Wer kann sich für die Teilnahme am Projekt KuLaDig-RLP bewerben?

Alle Kommunen und Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz können sich für die Teilnahme am Projekt bewerben.

Wie sollte die Bewerbung aussehen?

Neben einer Erläuterung, warum Sie sich mit Ihrer Kommune bewerben wollen, sollten folgende Aspekte möglichst präzise erfasst werden:

  • ein Rahmenthema, das spezifisch für die Kommune ist und unter dem sich alle Objekte des kulturellen Erbes fassen lassen.
  • die Auswahl von zehn bis zwölf Objekten (Gebäude, Plätze, Denkmäler, Brunnen etc.) in der Kommune, die einen Aspekt des Rahmenthemas beleuchten.
  • die Vorstellung des Projektteams in der Kommune. Idealerweise besteht das Projektteam aus: Personen aus der kommunalen Administration, Personen aus dem Tourismus-Sektor und (ganz wichtig!) Wissensträgern wie OrtschronistInnen, MuseumsleiterInnen, StadtarchivarInnen etc.
  • erste Gedanken zur Verwertung der KuLaDig-Daten in der Kommune.

Wann ist die Bewerbungsfrist?

Die Ausschreibung erfolgt etwa am 1. Oktober 2020. Bis zum 15. Januar 2021 können sich alle rheinland-pfälzischen Kommunen bzw. Verbandsgemeinden mit einer schriftlichen Bewerbung um die Teilnahme am dritten Projektjahr des Landesprojekts KuLaDig-RLP bewerben. Schicken Sie uns Ihre Bewerbung per E-Mail oder per Post an das Projektteam.

Wie geht es weiter, nachdem die Bewerbung verschickt wurde?

Das Projektteam wird eine Auswahl unter den Bewerbungen treffen und die Kommunen informieren. Neben den bereits oben genannten Aspekten, sind auch die geografische Lage der Kommune und die Modellhaftigkeit des Konzepts für die Auswahl relevant.

Wo findet man KuLaDig-RLP in Social-Media?

Das Projekt ist in folgenden Sozialen Medien zu finden:

Wie erreicht man das Projektteam?

Das Projektteam von KuLaDig-RLP ist zu erreichen unter: kuladigrlp@uni-koblenz.de

 

 

Zu KuLaDig

Was ist KuLaDig und wozu dient es?

KuLaDig – Kultur. Landschaft. Digital. – ist ein Informationssystem über die Historische Kulturlandschaft und das (landschaftliche) Kulturelle Erbe. Betrieben wird das Portal vom Landschaftverband Rheinland (LVR). Objekte der Kulturlandschaft (Gebäude, Brücken, Burgen, Abbaustätten, Plätze etc.) werden in KuLaDig hinsichtlich ihrer Geschichte, Funktion und kulturellen Bedeutung dargestellt. KuLaDig befindet sich im Aufbau, der Datenbestand von aktuell über 20.000 Objekten wird ständig ergänzt. KuLaDig steht sowohl als Webanwendung, als auch als App den NutzerInnen kostenlos zur Verfügung – das Land übernimmt die Lizenzgebühren.

Warum arbeitet das Projekt mit der Plattform KuLaDig?

KuLaDig besteht mittlerweile seit 18 Jahren und hat eine Bestandsgarantie bis mindestens 2050. Das System wurde über die Zeit stetig technisch weiterentwickelt, z.B. durch eine App oder eine Suchmaschinenoptimierung. Neben der Möglichkeit der Punktverortung von Objekten, besteht ebenfalls die Möglichkeit, eine Flächenverortung vorzunehmen. Die Verortung erfolgt in einem Kartenwerk, das sowohl topografische als auch historische Karten und Luftbilder beinhaltet und den NutzerInnen von KuLaDig zur Verfügung stellt. Aufgrund der Flächenverortung können auch Kulturlandschaftsbereiche, Städte oder größere Anlagen in KuLaDig verortet und dargestellt werden. Die Beiträge werden mit dem x-tree-basierten Thesaurus WNK Wortnetz-Kultur verschlagwortet. 

Wie ist ein KuLaDig-Objektbeitrag aufgebaut?

Ein KuLaDig-Objektbeitrag besteht aus einer eindeutigen Objektbenennung, einer eindeutigen Verortung des Objekts in einer Geometrie mit hinterlegtem Kartenwerk, einer Mediengalerie und einem Textblock. In der Mediengalerie können sowohl Bilder als auch Audios oder Videos zum Objekt präsentiert werden.

Welche Objekte sind für KuLaDig geeignet?

KuLaDig steht allen Objekten und Elementen der Kulturlandschaft offen, die einen gewissen kulturhistorischen und kulturellen Wert besitzen – materiellem wie immateriellem kulturellem Erbe. Wichtig dabei ist, dass es sich um in der Landschaft verortbare Objekte handelt. In KuLaDig gibt es große Objekte, wie Städte, Stadtteile, Ortsgemeinden, Klosteranlagen etc. und kleine Objekte wie beispielsweise Flurkreuze, Rittersteine oder feste Elemente von Innenräumen wie Altäre und Orgeln. Zudem werden in KuLaDig Orts- und Themenbeiträge erfasst, mit denen größere Zusammenhänge dargestellt werden.

Wer kann bei KuLaDig mitmachen?

KuLaDig ist bewusst als offenes Informationssystem konzipiert und so ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung und Mitarbeit: Über die Mitmach-Funktion können alle – so Ihnen inhaltliche Fehler in einem Objekteintrag auffallen oder Sie etwas ergänzen möchten – Kontakt zur KuLaDig-Redaktion des LVR aufnehmen. Von dort aus werden die Anfragen an die zuständigen Stellen weitergeleitet, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. Daher bitte immer die E-Mailadresse angeben.

Auch ist es möglich, einen eigenen Beitrag zu einem Objekt der Kulturlandschaft zu verfassen, das Ihnen sehr am Herzen liegt und noch nicht im Bestand vorhanden ist. Informationen zum Arbeitsprozess und zu den formalen Kriterien von KuLaDig-Objekten finden Sie auf unseren Seiten zum Arbeitsprozess und zur multimedialen Ausstattung von Beiträgen.