Teilprojekt Landstuhl: Zeitreise in der Sickingenstadt

Acht historische Orte umfasst der knapp 13 Kilometer lange Burg-Nanstein-Weg in der seit 2019 bestehenden Verbandsgemeinde Landstuhl. Drei dieser Stationen im Umkreis der namensgebenden Sickingenstadt werden nun in diesem Jahr erfasst und multimedial aufbereitet in KuLaDig verfügbar gemacht.

Die geringe Objektanzahl soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei der Auswahl um „historische Schwergewichte“ handelt. Angefangen bei der Burg- und Schlossruine Nanstein, dem auf einem Felsensporn oberhalb der Stadt gelegenen, weithin sichtbaren Wahrzeichen von Landstuhl. Erstmals erwähnt im 13. Jahrhundert, wurde die Burg unter dem „letzten Ritter“ Franz von Sickingen im 15. Jahrhundert zu einer Kanonenburg ausgebaut. Kurz darauf, im Jahre 1523, fand Franz von Sickingen während einer Belagerung den Tod und die Anlage wurde schwer beschädigt. Gegenüber der Burg, auf dem Kirchberg, befindet sich der Bismarckturm, zu Ehren des sogenannten „eisernen Kanzlers“ Otto von Bismarck im Jahr 1900 errichtet. Der Industrielle Carl Ferdinand von Stumm-Halberg stiftete das Bauwerk, das anhand von Entwürfen des Architekten Wilhelm Kreis auf dem Standort einer ehemaligen Sternwarte des Astronomen Philipp Fauths realisiert wurde. Vom Bismarck-Turm aus hat man einen spektakulären Blick über ganz Landstuhl bis zur US-Airbase Ramstein – und kann auch von hier aus mit digitalen Mitteln die Geschichte(n) der Stadt erzählen.. Das dritte Objekt befindet sich an der Gemarkungsgrenze zwischen Landstuhl und Kindsbach im Wald: Der Heidenfels. Das deutschlandweit bekannte gallorömische Quellheiligtum aus der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. wurde 1907 entdeckt. Zwei großformatige Steine des einstigen Tempels, mit ihren außerordentlich gut erhaltenen Reliefdarstellungen, können noch heute besichtigt werden.

Einen roten, verbindendenden Faden für diese thematisch und zeitlich sehr unterschiedlichen Objekte soll über die geplanten Videoclips erfolgen. Die filmische Inszenierung einer „Zeitreise“, teilweise auch durch nachgestellte Szenen an den Originalorten, wird zurzeit vom kommunalen Team erarbeitet. Für die Burg Nanstein bietet sich zudem eine Wissensvermittlung mithilfe eines 360-Gradrundgangs an. Diese Form der interaktiven Wissensvermittlung kam im Landesprojekt bereits im ersten Jahr in Kamp-Bornhofen und im zweiten Jahr in Eisenberg zu tragen. In Landstuhl würde erstmals im Projektkontext ein 360-Grad-Umblick im Außenraum realisiert werden.   

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