Kulturelles Erbe mit AR/VR erlebbar machen: Zweites Webinar gibt Überblick

Im Bereich des digitalen Visualisierens und Erlebbarmachens von Orten, Architektur und Innenräumen, hat die technische Entwicklung in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

So lassen sich mittlerweile Gebäude und Innenräume anhand von Zeichnungen, Plänen und alten Fotografien visuell rekonstruieren, mithilfe von 360-Grad-Fotos virtuelle Rundgänge im Innen- und Außenbereich erstellen, ja sogar virtuell erstellte Personen an einen Ort projizieren. Für unsere Arbeit mit KuLaDig entstehen auf diese Weise vielseitige Möglichkeiten, Informationen zu Kulturellem Erbe und Objekten der Kulturlandschaft innovativ und interaktiv zu vermitteln.

Um in das Thema einzuführen und erste Anregungen zu geben, fand in der letzten Woche unser zweites Webinar zum Thema „AR/VR: Virtuelle Rundgänge in Museen oder Orten / Die Plattform digiCULT“ statt. Nils Höhner vom Institut für Wissensmedien (IWM) der Universität Koblenz-Landau erläuterte den Unterschied von Augmented und Virtual Reality und präsentierte anhand ausgesuchter Beispiele, wie diese Anwendungen im Kulturbereich genutzt werden können.

Mit Augmented Reality (auch genannt AR, erweiterte Realität) lassen sich computergenerierte Zusatzinformationen oder virtuelle Objekte in eine Landschaft einblenden: Wenn sich plötzlich die Pflasterung des Marktplatzes öffnet und den Blick auf eine archäologische Fundstelle freigibt oder ein virtueller Römer Ihnen den Limes erklärt, dann ist die Rede von Augmented Reality, erweiterter Realität. Unter Virtual Reality (auch genannt VR, virtuelle Realität) jedoch versteht man die Darstellung und Wahrnehmung einer computergenerierten Wirklichkeit, mit verschiedenen Möglichkeiten des Interagierens. Wenn Sie durch eine Altstadt spazieren, die es so seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gibt, dann nehmen Sie eine virtuelle Realität wahr.

Neben dem aktuellen Vorhaben, das Veldenzschloss in Lauterecken in seiner ursprünglichen Gestalt zu visualisieren, wurde im weiteren Verlauf des Webinars anhand eines 3-D-Rundgangs dargestellt, wie Orte und Räume auch ohne VR digital erfahrbar gemacht werden können. Das interaktive Erkunden eines Museumsraumes, in dem neben Bilddateien auch Videoclips, KuLaDig-Objekte und Audios hinterlegt sind, bietet kleineren (Orts-)Museen eine breite Sichtbarmachung des eigenen Bestandes.

Im zweiten Teil unseres Webinars wurde die Software digiCULT von Elmar Knieps vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) vorgestellt. Diese im Verbund entwickelte Lösung dient der Erfassung und langfristigen Verfügbarmachung digitaler Bestände in einem zukunftsfähigen und allgemein gebräuchlichen Datenformat unter wissenschaftlichen Kriterien. Neben der Erfassung können Digitalisate mit digiCULT auch präsentiert werden, wie es beispielsweise im LVR-Portal Alltagskulturen passiert.

Beide Formate lassen sich auch kombiniert nutzen. Während 3-D-Rundgänge Einblicke in Orte und Räume bieten und somit die Neugier wecken, diese Orte einmal auch real zu besuchen, können mithilfe von digiCULT digitale Bestände von Kommunen und Ortsmuseen für die Nachwelt gesichert werden. Die Themen 3-D-Rundgänge in Museen und digiCULt werden in dieser Woche in eigenen Beiträgen noch eingehender behandelt werden.

Weiterführende Links:

  • Beispiele für die Visualisierungen von Gebäuden und Innenräumen mit der Software SketchUp finden Sie hier.
  • Informationen zur Software SketchUp.

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