Von der Idee zur Themenroute – Diesjährige Infoveranstaltung zu „KuLaDig-RLP meets BUGA 2029“ im Kulturhaus Oberwesel stößt bei Teilnehmenden auf reges Interesse

Welche Themen und Orte charakterisieren das kulturelle Erbe des Oberen Mittelrheintals und wie lassen sich diese Themen und Orte einem interessierten Publikum digital, innovativ und unterhaltsam vermitteln? Vor etwas mehr als einem Jahr fand im Kulturhaus in Oberwesel unsere Auftaktveranstaltung statt – gleichfalls der Startschuss für unser Teilprojekt „KuLaDig-RLP meets BUGA 2029“ – und gemeinsam mit interessierten Bürger:innen aus der Region sowie Verantwortlichen aus den Bereichen BUGA und Zweckverband, Tourismus und digitaler Wissensvermittlung widmeten wir uns diesen Fragen und sammelten erste Ideen.

Nun, ein Jahr später fand am vergangenen Donnerstag unsere diesjährige Infoveranstaltung im Kulturhaus Oberwesel statt. ARGO, BUGA-Lab (Kooperation der Hochschulen am Mittelrhein), Büro viriditas, Agentur etcetera, Mittelrhein-Eduventure und Pickablue stellten bei dem Markt der Möglichkeiten noch vor dem offiziellen Beginn eine Auswahl ihrer neuesten und innovativen Anwendungen aus dem Bereich digitaler Wissensvermittlung vor und luden zum Ausprobieren ein.

Impressionen vom Markt der Möglichkeiten

Nach den Grußworten von Stadtbürgermeister Jan Zimmer, Anne Herm vom Innenministerium Rheinland-Pfalz und Rolf Wölfert von der BUGA gGmbH präsentierte Projektleiter Prof. Dr. Michael Klemm, was sich seit dem Auftakt im Teilprojekt getan hat und wie die Impulse der ersten Veranstaltung zwischenzeitlich von Studierenden der Universität Koblenz und vom Projektteam aufgegriffen worden sind. Objekte in Themenrouten zu verbinden birgt die Chance, auch Orte sichtbar zu machen, die keine typischen BUGA-Destinationen darstellen, so Klemm. Künftig will man in zwei Schritten vorgehen, mit Themenbeiträgen in KuLaDig und mit der Gestaltunf digitaler und interaktiver Themenrouten vor Ort – zu beidem wurde herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

Jan Zimmer (Stadt Oberwesel), Anne Herm (Innenministerium), Rolf Wölfert (BUGA gGmbH), Florian Weber und Prof. Dr. Michael Klemm (KuLaDig-RLP)

Zudem wurde deutlich, dass die Menschen aus dem Oberen Mittelrheintal die Themenvielfalt des eigenen kulturellen Erbes sehr gut zu definieren wissen. Aus den Anregungen, die beim Workshop 2025 gesammelt worden waren, wurden Konzepte zu Themenrouten zu folgenden Schwerpunkten entwickelt: „Sagen, Mythen und Legenden“, „True-Crime“, „Spuren von Künstlerinnen und Künstlern“, Eduventure auf dem Schiff“ und das Foto-Mitmachprojekt „Rheinromantik 2.0“. Einige der Studierenden waren anwesend und stellten die eigens entwickelten Konzepte in sogenannten Elevator-Pitches vor, ebenso wurden die Projektideen „Meisterrouten“ von viriditas-Inhaber Thomas Merz und „Musikalischer Rheinwanderweg“ von Christian Jeub, dem Leiter der Universitätsmusik Koblenz, erläutert. Hinzu kommen weitere Konzepte des Projektteams wie jenes zu den Spuren historischer Berufe im Welterbegebiet.

Maria Klein und Tobias Staudt, Khadra Fischer und Kristina Sus sowie Thomas Merz stellen die eigenen Touren-Konzepte vor

Während des Workshops im World-Café-Format bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an Thementischen zu insgesamt acht verschiedenen Themenrouten-Konzepten zu informieren, mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen und gemeinsam zu diskutieren. Die Themenverantwortlichen freuten sich über viele gute Anregungen und konstruktive Fragen, so dass die Konzepte ein gutes Stück vorangebracht werden konnten.  

Impressionen aus der Workshop-Phase. An den World-Café-Tischen fand reger Austausch zu den einzelnen Konzepten statt

Das Mitmachprojekt lädt zur Beteiligung ein

Unsere langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit rheinland-pfälzischen Kommunen hat uns gelehrt, dass ein wesentlicher Faktor für die Vermittlung des kulturellen Erbes einer Region die Beteiligung der dort lebenden Menschen ist. Wir kommen nicht von außen und erklären den Menschen ihr eigenes kulturelles Erbe, vielmehr unterstützen wir Menschen dabei das eigene kulturelle Erbe sichtbar zu machen. Mit diesen Worten hatte Projektleiter Michael Klemm die Eigenheit des Landesprojekts skizziert. Für das BUGA-Teilprojekt bedeutet das, dass wir allen Interessierten die Möglichkeit geben wollen, die Themenrouten-Konzepte mitzugestalten. Sie interessieren sich für eine der Themen? Sie haben Ideen zu Objekten/Orten oder Themen und kennen tolle innovative Formate zur Wissensvermittlung? Sie haben Lust in einer Arbeitsgemeinschaft an einer der Themenrouten mitzuwirken? Wenn Sie eine der Fragen mit „Ja“ beantworten, dann freuen wir uns von Ihnen zu hören [hier geht’s zum Kontakt]. Auf unserer Webseite sowie auf unserem Instagram-Kanal halten wir Sie stets auf dem Laufenden.

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