QR-Codes und/oder NFC? Erstes Webinar gibt Anregungen

Unter dem Thema „KuLaDig auf die Straße bringen: QR-Code und/oder NFC / KuLaTour“ fand in der letzten Woche unser erstes von drei Webinaren für die VertreterInnen der Modellkommunen statt, die wir im Oktober als virtuelle Veranstaltung über BigBlueButton abhalten werden. Neben den Grundlagen, was genau QR-Codes eigentlich sind, erläuterte Matthias Dreyer aus dem Projektteam in einem Impulsvortrag die Vor- und Nachteile in der Praxis bei QR-Codes. So gibt es zwei unterschiedliche Typen von QR-Codes: Während die statischen QR-Codes kostenlos im Internet generiert werden können, dafür jedoch immer auf eine festgelegte URL verweisen, kann die Ziel-URL (Landingpage) bei der dynamischen Variante beliebig geändert werden, ohne dass dafür der QR-Code neu generiert werden muss. Darüber hinaus ermöglichen Anbieter von dynamischen QR-Codes häufig eine statistische Auswertung der Zugriffszahlen der QR-Codes. Aus welchem Land stammen die Personen, die meine QR-Codes genutzt haben und in welchem Monat wurde die Landingpage am stärksten frequentiert? Diese Fragen können bei dynamischen QR-Codes mit Online-Anbietern wie qr.at nachvollzogen werden.

Auch die Frage nach einem geeigneten Trägermedium für die QR-Codes wurde angesprochen und anhand der Praxiserfahrung von Frau Bergold vom Büro für Tourismus in Maikammer in einem kurzen „Best-practice-Teil“ erläutert. In Maikammer weisen farblich gestaltete Informationsschilder mit QR-Codes auch auf thematische Bezüge der Objekte hin, so beispielsweise auf Objekte der Industrieroute in Maikammer. In Dörrebach gibt eine zentrale Info-Tafel den Überblick über alle KuLaDig-Objekte einer Route und alle QR-Codes.

In einem kurzen „How-to-Videoclip“ wurde vorgestellt, wie QR-Codes kostenlos und schnell generiert werden können und somit für Websites, Schilder und andere Medien genutzt werden können.

Neben QR-Codes sprach Matthias Dreyer auch die Near Field Communication (NFC) an, die rein digital stattfindet und kein Trägermedium (Informationsschild/Informationstafel/Postkarte etc. mit QR-Code) benötigt. Dieser Übertragungsstandart zum kontaktlosen Austausch von Daten kann entweder über kleine Sender am jeweiligen Objekt hervorgerufen werden oder man hat zuvor im Endgerät diese Einstellung erlaubt. In der KuLaDig-App wird NFC genutzt, wenn man beispielsweise die App startet und in der Kartendarstellung alle KuLaDig-Objekte in der unmittelbaren Umgebung angezeigt werden.

Mittels NFC und KuLaTour in der KuLaDig-App werden 13 Objekte zu einem religiösen Themenrundgang verbunden.

Wie Matthias Dreyer darstellte, bieten beide Varianten (QR-Codes und NFC) ihre Vor- und Nachteile und lassen sich deshalb auch gut kombiniert anwenden. So eignen sich QR-Codes an einem Objekt dazu, potenzielle NutzerInnen auf digitale Inhalte aufmerksam zu machen, während NFC einen Überblick über die lokalen Objekte und ihren thematischen Zusammenhang geben kann. Demnach lässt sich auch kein Patentrezept geben, so Dreyer: „Die praktikabelste Lösung liegt vielleicht – wie so häufig – in einer Kombination von QR-Codes und NFC“.

Die VertreterInnen der Kommunen konnten anschließend Fragen stellen oder eigene Erfahrungen beisteuern, so zum Beispiel Andrea Meyfarth zur Gestaltung des „Traud-Erlebniswegs“ in der VG Kelberg. Ziel der Webinare ist auch, eine Netzwerkbildung unter den Modellkommunen anzuregen.

An den nächsten beiden Freitagen finden erneut Webinare zu Themen der Verwertung statt. Hier die Termine und Themen:

23.10.2020 von 11:00 bis 12:30 Uhr: „AR/VR: Virtuelle Rundgänge in Museen oder Orten / Die Plattform digiCULT“

30.10.2020 von 11:00 bis 12:30 Uhr: „Wie kann ich Kulturelles Erbe über Social Media vermitteln?“

Die Anmeldung zu diesen Terminen erfolgt über: kuladigrlp@uni-koblenz.de

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