Verstärkte Videoproduktion: Clips bereichern die KuLaDig-Einträge

Im ersten Projektjahr stellte sich uns als Projektteam und den Studierenden die Frage, wie sich das Wissen von ZeitzeugInnen in KuLaDig vermitteln und langfristig dokumentieren lässt. So entstanden 2019 in verschiedenen Kommunen Audiodateien, die ganz subjektive Blickwinkel auf einige unserer KuLaDig-Objekte ermöglichen. Beispielhaft können das Fachwerkhaus Hauptstraße 14 in Bobenthal und das Geburtshaus der „Kamillen-Traud“ Hofgebäude Hauptstraße 10 in Kolverath genannt werden.

Ab dem zweiten Projektjahr setzten wir gemeinsam mit den Studierenden und den kommunalen Partnern erstmals auf Videoclips. Diese sind im Vergleich zu Audiodateien aufwändiger in Produktion und Nachbearbeitung, können aber durch die Kombination von Erklären und Zeigen auch komplexere Sachverhalte anschaulich vermitteln und die einzigartige Atmosphäre eines Objekts oder Ortes erlebbar machen. So können Einblicke in eigentlich unzugängliche Orte gewehrt werden. Dass sich beispielsweise hinter dem geschnitzten Holztor in der Hauptstraße 12-14 in Weitersweiler ein pittoresker Künstlerhof befindet, kann nun unmittelbar am Objekt erfahren werden. Im Dorfmuseum in Helferskirchen gibt nun der Museumsleiter persönlich eine kleine Führung oder erläutert die Altargestaltung in der örtlichen Pfarrkirche. In Koblenz-Lützel gibt mit Hans-Werner Seul ein Lützeler „Urgestein“ und Gästeführer wertvolle Einblicke in das „alte“ Lützel (s.u.).

Neben selbstproduzierten Videoclips wurde uns auch in verschiedenen Teilprojekten Zugriff auf Fremdmaterial gewährt. In Eisenberg beispielsweise stellte uns die Firma Gienanth Videomaterial zur Verfügung, anhand dessen Eindrücke aus dem Eisenwerk gegeben werden können.

Da wir uns als „lernendes“ Projekt verstehen, dokumentierten wir die Erfahrungen in puncto Arbeits- und Zeitaufwand von Videoproduktion und Nachbearbeitung. Praktisches Know-how wurde gesammelt und im Projektseminar vermittelt, der Workflow optimiert, immer mit dem Ziel, die inhaltliche wie technische Qualität der Videoclips stetig zu verbessern. Alles fließt in den Leitfaden für die rheinland-pfälzschen Kommunen ein, den wir gerade erstellen.

Handlungsanweisung für Studierende im Projektseminar

Im dritten Projektjahr wurde die Videoproduktion weiter gesteigert. Diese Clips befinden sich momentan noch in der Nachbearbeitung. Einblicke können wir aber über unseren YouTube-Kanal bereits geben, beispielsweise in die Führung des Ortspfarrers durch die Kirche in Hottenbach (s.u.) oder das Orgelspiel des bekannten Organisten Koos van de Linde auf der Orgel in der Marienkapelle in Kirrweiler. Auch nehmen wir Sie mit in einen eigentlich privaten Kelle ,in Plaidt, der in den heimischen Tuffstein eingegraben ist, oder in die Stollen im Römerbergwerk Meurin.

Diese und viele andere Videoclips sollen bis Jahresende an den neuen KuLaDig-Einträgen und in der KuLaDig-App am Ort des Geschehens verfügbar sein.

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