Kulturlandschaften in KuLaDig ganzheitlich erfassen

Den Fachbegriff „Kulturlandschaft“ trägt KuLaDig bereits in seinem Namen. Mit ihm werden dauerhaft vom Menschen geprägte geografische Räume bezeichnet, die „aus dem langfristigen Zusammenwirken von Landschaft, Kulturdenkmälern, Traditionen, Bräuchen und historischen Ereignissen“ (RLP-Staatssekretär Randolf Stich) entstanden sind.

Das Landesentwicklungsprogramm (LEP) IV 2008 greift 17 landesweit bedeutsame historische Kulturlandschaften auf. 16 Landschaften sind auf der Plattform www.kuladig.de bereits aufgenommen. Die 17. Einheit ist deckungsgleich mit dem UNESCO Welterbe Mittelrheintal. Aufgrund der hohen Wertigkeit und der Absicht, dort im Jahr 2029 eine Bundesgartenschau abzuhalten, bedarf diese Region einer vertiefenden Betrachtung, die für das Jahr 2021 noch aussteht.

Die Kulturlandschaften sind in den Objektbeiträgen durchweg als „Übergeordnete Objekte“ angelegt. Darunter gesellen sich, hierarchisch einsortiert, die im Gebiet liegenden Ortsbeiträge der Kommunen. Damit wird Stück um Stück eine sinnvolle Gesamtstruktur aufgebaut. Herausragende Einzelelemente können auch einer Kulturlandschaft direkt zugeordnet werden.

Blick auf die Kulturlandschaft Haardtrand Pfälzerwald

Blick über das Maifeld in der Kulturlandschaft Pellenz-Maifeld

Neben den 17 landesweit bedeutsamen historischen Kulturlandschaften gibt es in Rheinland-Pfalz weitere interessante Landschaftselemente. Eine derartige, erweiterte Aufstellung bleibt nicht allein der Raumordnung und Landesplanung vorbehalten. Denn es gibt auch Landschaften, die im kulturellen Erbe verankert sind, aber keiner besonderen planerischen Ausweisung bedürfen. Dazu zählen die historischen Begriffe Pfalz, Westpfalz, Rheinhessen, Pfälzerwald, Ahrtal, Eifel um eine Auswahl zu nennen.

Am Beispiel des Rheinlandes lässt sich gut zeigen, wie eine flächendeckende Struktur angelegt sein kann.

Blick über den Kulturlandschaftsraum Pfälzerwald

Derartige Landschaftsbeschreibungen sind eine gute Grundlage für thematisch aufbereitete Beiträge. Sie widmen sich einem speziellen, kulturhistorisch erwähnenswerten Phänomen.

Im Bienwald beispielsweise lassen sich heute noch Relikte des Westwalls finden, wie sogenannte Höckerlinien-Relikte, umgangssprachlich auch Panzersperren genannt.

Einen weiteren  Schwerpunkt bilden die Weinlandschaften. Rheinland-Pfalz ist, wie kaum ein anderes Bundesland, durch den Weinanbau geprägt. Bereits die Römer brachten die Kultur an den Rhein, die Mosel, die Saar und die Ahr. Auch darauf geht Kultur.Landschaft.Digital. RLP ein.

Beitrag zur Weinlandschaft Pfalz in KuLaDig

In die jeweiligen Weinlandschaften sortieren sich spezifische Themenbeiträge ein, wie die Weinkultur, die zum Beispiel in Deidesheim in einem KuLaDig-Beitrag beschrieben wird (s. auch das Foto ganz oben).

Die Arbeit mit den Modellgemeinden in den Jahren 2019 bis 2021 brachte auch ein weiteres wichtiges Thema in Rheinland-Pfalz an die Oberfläche, den Bergbau. Basalt, Bims, Ton und viele weitere Materialien prägen rheinland-pfälzische Landesteile.

Beispiel Basaltabbau in Basaltsteinbruch Dattenberg

Diese Themen werden ebenfalls als „Übergeordnete Objekte“ eingeführt. Ihnen lassen sich dann bergbauspezifische Beiträge aus einzelnen Kommunen zuordnen.

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