Zum zweiten Mal traf sich am 9. April der Beirat des Landesprojekts KuLaDig Rheinland-Pfalz im Besprechungsraum der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt an der Weinstraße. Die SGD Süd koordiniert im Auftrag des Innenministeriums die KuLaDig-Aktivitäten im ganzen Land und beherbergt seit drei Jahren das KuLaDig-Kompetenzzentrum mit Christine Brehm als permanenter Ansprechpartnerin für alle, die in Rheinland-Pfalz mit der Wissensplattform arbeiten möchten.
Der Beirat vereint seit Ende 2023 kompetente Vertreterinnen und Vertreter aus zahlreichen Institutionen des Landes. Er berät das Projekt im Hinblick auf seine Fortentwicklung und öffnet so manche Türen für Kooperationen. Der Präsident der SGD Süd, Prof. Hannes Kopf, ließ es sich nicht nehmen, selbst die Beiratssitzung zu eröffnen. Im Anschluss zog Projektleiter Prof. Dr. Michael Klemm zunächst eine knappe Bilanz der ersten sechs Jahre: 56 Modellkommunen hat KuLaDig-RLP bis Ende 2024 unterstützt, über 600 KuLaDig-Beiträge mit jeweils etlichen ergänzenden Medien sind in dieser Zeit entstanden. Das bundesweit einzigartige Projekt unterstützt nicht nur systematisch Kommunen bei der digitalen Präsentation ihres kulturellen Erbes. Es fördert auch als Citizen-Science-Projekt die Sichtbarkeit und Wertschätzung der meist ehrenamtlich tätigen Mitglieder der lokalen Projektteams und hat – wie auch das Kompetenzzentrum, zur landesweiten Vernetzung unter diesen Akteuren beigetragen.
Anschließend stellte Michael Klemm die Neuausrichtung des Projekts vor mit seinen drei Säulen Modellkommunen (nun mit gemeinsamen Rahmenthema), Aufbau des KuLaDig-RLP-Campus zur Vermittlung von (medien)praktischem Wissen und Können an interessierte Bürger:innen und regionale Schwerpunktsetzung im Oberen Mittelrheintal im Vorfeld der Bundesgartenschau 2029.

Viele Anregungen erhielt das Projektteam bezüglich eines Rahmenthemas für die Ausschreibung zum Projektjahr 2026, aber auch darüber hinaus gab es etliche konstruktive Hinweise auf Kooperationsmöglichkeiten, etwa für den Aufbau des Campus oder die Information der Kommunen im künftigen BUGA-Gebiet.
Zudem informierte Dr. Klaus Kleefeld als Vertreter des KuLaDig-Betreibers Landschaftsverband Rheinland (LVR) über den Stand des Relaunchs der Plattform, der 2026 erfolgen soll. MdI-Referatsleiter Marko van Elkan berichtete von den positiven Rückmeldungen zum Landesprojekt aus dem Kulturausschuss des Landtags – und vom dort geäußerten Wunsch, das Projekt noch öffentlichkeitswirksamer zu machen. Verena Schmidt stellte neue Programme der Medienförderung in Rheinland-Pfalz vor – auch hier scheint eine Kooperation möglich. Christine Brehm lud zum nächsten KuLaDig-Netzwerktreffen am 2. September auf das Hambacher Schloss ein. Zum Schluss wurde diskutiert, wie man die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen kann. Zudem wurde das Thema Netzwerkbildung auf die Tagesordnung der nächsten Beiratssitzung gesetzt, die bereits im Herbst stattfinden soll.