Auftaktveranstaltung „KuLaDig-RLP meets BUGA 2029“ im Kulturhaus in Oberwesel
„Mit ‚KuLaDig RLP meets BUGA 2029‘ schaffen wir eine digitale Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft – wir machen die reiche Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals sichtbar, erlebbar und nachhaltig zugänglich. So wird das kulturelle Erbe nicht nur bewahrt, sondern auch aktiv in die Gestaltung der BUGA 2029 eingebunden.“ Mit diesen Worten eröffnete Staatssekretärin Simone Schneider (MdI) die Auftaktveranstaltung „KuLaDig-RLP meets BUGA 2029“, die das Landesprojekt gemeinsam mit dem KuLaDig-Kompetenzzentrum am letzten Donnerstag im Kulturhaus in Oberwesel ausgerichtet hat.





Stadtbürgermeister Jan Zimmer, Staatssekretärin Simone Schneider (MdI) sowie Landrat und Zweckverband-Vorstand Volker Boch (oben von links nach rechts) eröffneten mit ihren Grußworten die Auftaktveranstaltung. Untere Reihe: Reger Austausch der Teilnehmenden; Staatssekretärin Schneider im Gespräch mit Projektleiter Michael Klemm.
Rund 60 Vertreter:innen von Kommunen des Oberen Mittelrheintals, engagierte Privatpersonen und Vereinsmitglieder sowie BUGA-Akteur:innen waren gekommen, um sich über die Neuausrichtung im Landesprojekt KuLaDig-RLP zu informieren und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen, auch um eigene Anregungen einzubringen. Ab diesem Jahr wird unser Landesprojekt neben der Betreuung von ausgewählten Modellkommunen in ganz Rheinland-Pfalz und dem Aufbau eines KuLaDig-RLP-Campus zur Vermittlung von Medienkompetenzen auch Aktivitäten zur Präsentation des kulturellen Erbes und der Kulturlandschaft im BUGA-Gebiet anstoßen und begleiten.




Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten neben dem Landesprojekt auch Aussteller wie etcetera oder veriditas digitale Formate zur Darstellung des kulturellen Erbes – zum unmittelbaren Ausprobieren
Wie lässt sich Wissensvermittlung zu Objekten des kulturellen Erbes innovativ und interaktiv gestalten? Beim zwanglosen Get together mit einem „Markt der Möglichkeiten“ hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einen regen Austausch miteinander oder dem Projektteam zu treten und an Ständen digitale und multimediale Formate der Wissensvermittlung selbst auszuprobieren.
Dass die Vorbereitungen für die BUGA auf Hochtouren laufen wurde in einem Impulsvortrag von BUGA GmbH und Romantischer Rhein Tourismus GmbH deutlich, in dem spannende Einblicke in die organisatorische und touristische Arbeit gegeben wurden.



Kristina Neitzert (Romantischer Rhein Tourismus GmbH) und Rolf Wölfert (BUGA gGmbH) gaben Einblicke in den aktuellen Stand der Vorbereitung der Bundesgartenschau 2029.
Das Vorgehen im BUGA-Teilprojekt von KuLaDig-RLP erläuterte Projektleiter Prof. Dr. Michael Klemm, in einem zweiten Impulsvortrag. Zum einen gehe es um die Optimierung und Ergänzung des existierenden Datenbestands aus dem Oberen Mittelrheintal in KuLaDig, immerhin bereits über 300 Objektbeiträge. Diese wolle man in den nächsten Jahren bis zum Beginn der BUGA aktualisieren und multimedial optimieren und gemeinsam mit den Kommunen um weitere wichtige Objekte ergänzen. um das BUGA-Gebiet möglichst flächendeckend in KuLaDig zu erfassen. Im Zentrum stehe aber die Entwicklung von unterschiedlichsten Themenrouten, um die Objekte quer durch das Tal inhaltlich zu verknüpfen, etwa im Rahmen von Tagestouren oder Wochenendausflügen von Familien. Die so entstehenden Daten sollen letztlich in einer gemeinsamen Präsentation aller Formate verfügbar gemacht werden, in Form einer interaktiven digitalen Karte („Story-Map“) und als Verknüpfung von Drohnenaufnahmen entlang des Tals („Story-Hopping“). Diese ehrgeizige und anspruchsvolle Projekt gelinge jedoch nur im Zusammenspiel mit engagierten und verlässlichen Partner:innen in den Kommunen der Region.



Projektleiter Prof. Dr. Michael Klemm und Projektmitarbeiter Florian Weber erläuterten die Neuausrichtung im Landesprojekt und luden zur gemeinsamen Ideenfindung ein. Katharina Lampe moderierte die Veranstaltung.
Dieser partizipative und appellierende Ansatz fand im letzten Teil der Veranstaltung seinen Ausdruck, als die Teilnehmenden im Workshop „Themen – Objekte – Formate für die BUGA 2029“ in Arbeitsgruppen eigene Visionen entwickelten und abschließend kurz reihum präsentierten. Welche Gebäude und Orte in meiner Region können als „Leuchtturm-Objekte“ für die Region gelten und wie könnte eine ideale und zeitgemäße digitale Präsentation dieser Objekte aussehen? Welche Themen(routen) sind es, mit denen Besucher:innen die kulturelle Vielfalt des Oberen Mittelrheintals kennenlernen können? Welche innovativen und interaktiven Medienformate bieten sich an oder fehlen noch im BUGA-Gebiet, um möglichst verschiedene Zielgruppen anzusprechen?





Die Teilnehmenden brachten sich in der Gruppenarbeit zu verschiedenen Fragestellungen engagiert ein und präsentierten ihre Ergebnisse.
Erstaunlich, wie viele Anregungen und spannenden Ideen in rund 90 Minuten Workshop zusammenkamen – und alle wurden vom Projektteam dokumentiert. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden nun im Anschluss an die Veranstaltung ausgewertet und fließen in Folgeveranstaltungen ein. Denn darin waren sich alle Teilnehmenden einig: Der Auftakt ist gemacht und rundum gelungen, aber es liegt nun viel Arbeit vor allen Beteiligten, um die vielen Ideen zu strukturieren und zu konkretisieren, die Akteure zusammenzubringen und Schritt für Schritt die digitale Präsentation des kulturellen Erbes im BUGA-Gebiet zu realisieren.
3 Gedanken zu “Ideen fließen durchs Obere Mittelrheintal”