Projektjahr 2026: Mit vier neuen Modellkommunen und einer Regionalinitiative zeigen wir den landschaftlichen Wandel auf

Zum zweiten Mal hatten wir in unserer Ausschreibung für die diesjährige Teilnahme am Landesprojekt einen thematischen Schwerpunkt gesetzt. Galt es 2025 den Spuren historischer Persönlichkeiten zu folgen, wird in diesem Jahr die Landschaft selbst zur „großen Erzählerin“. Wir berichten von Veränderungen ihres Profils, den vielfältigen Nutzungsweisen und der Art und Weise, wie die Menschen mit der Landschaft eine enge Verbindung eingehen oder gar auf sie angewiesen sind. Auch Einflüsse des Klimawandels und der Versuch, angemessen und zukunftsorientiert auf diesen zu reagieren, werden beleuchtet.

Fünf spannende Bewerbungen und Themen haben wir für das Projektjahr 2026 ausgewählt. Neben vier neuen Modellkommunen wird erstmals ein Verbund gefördert, die Regionalinitiative Faszination Mosel mit Sitz in Bernkastel-Kues, die Kommunen aus der gesamten deutschsprachigen Moselregion vertritt, so dass dieses Teilprojekt wie unsere BUGA-Initiative ein großes Areal abdecken wird.

Hier die Teilprojekte 2026:

  • Cochem (Stadtteil Cond)
  • Lambrecht (Pfalz)
  • Lehmen
  • Regionalinitiative Faszination Mosel
  • Trittenheim

In Cochem-Cond sollen der Lebensbereiche-Rundweg, der den Fluss, das Dorf und die Weinberge miteinander thematisch verknüpft, digital angereichert und die Kirche im Weinberg zu einem Wissensort ausgestaltet werden. In Lambrecht geht es um die Frage, wie sich die Felder und Streuobstwiesen rund um den Ort in 1.000 Jahren verändert haben. Im Moselort Lehmen wird die Weinlage Würzlay in den Blick genommen, insbesondere die Terrassierung der Moselhänge, aber auch die dort lebenden Pflanzen und Tiere. Die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ verbindet mehrere Landkreise und deren Kommunen. An ausgewählten Orten werdenTrockenmauern als regionaltypische und prägende Landschaftselemente in den Blick genommen. Was erzählen sie von der Entwicklung des Weinbaus, von Arbeitsweisen und Werkzeugen, von regionalen Bauformen, von Krisen und Anpassungsleistungen – aber auch von heutigen Herausforderungen wie Strukturwandel, Klimaanpassung und Erhalt traditioneller Handwerkstechniken? Die Ortsgemeinde Trittenheim (s. Beitragsfoto) regt mit dem Rahmenthema „Wasser – Gleise – Brücken – Straßen: Sich öffnen für die Welt und die Zukunft“ zur Beschäftigung mit Fragen der Mobilität an: Wie haben sich Verkehrsinfrastruktur, Landschaft und Dorfleben wechselseitig geprägt?

Hier geht es zur Pressemitteilung des Innenministeriums Rheinland-Pfalz.

Die Zahl der Teilprojekte, die wir seit 2019 in ganz Rheinland-Pfalz durchgeführt haben bzw. noch durchführen, erhöht sich somit auf 67. Wir freuen uns auf die neuen Partner:innen, den Austausch und die neuen Umsetzungsideen, die sich daraus ergeben. Als nächstes werden wir im März die neuen Projektteams in einer virtuellen Infoveranstaltung über unser Landesprojekt und das weitere Vorgehen informieren.

(Titelbild: Trittenheim.de / pics – Fotolia)

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