Objekt des Monats März: Manufaktur Merkelbach in Höhr-Grenzhausen

Mit der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen nahm im letzten Jahr eine in der Arbeit mit KuLaDig bereits sehr erfahrene Kommune an unserem Landesprojekt teil. Bereits im Vorfeld waren dort viele Beiträge von freien Autorinnen und Autoren erstellt worden. Diese Beiträge behandeln neben anderen Themen auch traditionsreiche Produktionsstätten der für Ort und Region charakteristische Keramikverarbeitung – beispielsweise die Keramikwerkstatt Böhmer – als auch Keramik-Objekte im öffentlichen Raum, wie beispielsweise die Galerie der Gefäße.

Diese punktuelle Erfassung des Themas Keramikverarbeitung erfuhr im Rahmen unseres Teilprojekts „Spuren der Keramik“ eine systematische Ergänzung, thematische Lücken wurden geschlossen. Die im Teilprojekt erarbeiteten Objektbeiträge erzählen die Geschichten von Traditionsbetrieben, wie beispielsweise der Steinzeugfabrik Marzi & Remy, deren Erzeugnisse in die ganze Welt exportiert wurden und die heute noch als Sammlerobjekte begehrt werden. Darüber hinaus aber liefern die Beiträge auch Einblicke in die moderne, industrielle Verarbeitung und Forschung zum Werkstoff Keramik, denn Produkte aus Keramik stellen heutzutage in vielen Industriezweigen aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit unverzichtbare Bestandteile dar.

Das Objekt des Monats März erzählt die Geschichte des Traditionsbetriebs Manufaktur Reinholf Merkelbach, die vornehmlich salzglasiertes Steinzeug herstellte (meist graue Keramik aus dichtem licht- und wasserundurchlässigem Material). Die Manufaktur gehörte zu den künstlerisch bedeutendsten Keramikunternehmen Deutschlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gegründet im Jahre 1845, wurde die Merkelbach-Manufaktur die meiste Zeit von Angehörigen der Familie Merkelbach geleitet. Unter der Leitung von Judith Engelmann (geb. Merkelbach), wurde die Produktion im Jahr 2007 eingestellt. In einigen erhaltenen Gebäudeteilen der ehemaligen Manufaktur befinden sich heute unter den Bezeichnungen „CeraMix“ und „Keramikgruppe Grenzhausen“ Ateliers einzelner Künstlerinnen und Künstler, die dem Werkstoff ganz individuell Ausdruck verleihen und dem historisch bedeutsamen Ort auch weiterhin eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.

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