Kamera läuft… Erste Videoclips aus den aktuellen Projekten

Bei den Ortsbegehungen im Frühjahr dieses Jahres kristallisierte sich heraus, dass die Informationsvermittlung in diesem Projektjahr in einigen Teilprojekten auch über Filmclips erfolgen sollte. Der Vorteil lag auf der Hand: Komplexe Sachverhalte lassen sich in kurzer Zeit anschaulich machen, die Atmosphäre von Orten wird spürbar, was über das reine Textformat nicht zu leisten wäre. Vor allem:  ZeitzeugInnen und ExpertInnen können ihr Wissen und ihre Geschichten authentisch näherbringen.

Besonders deutlich wird dies in der kleinen Ortsgemeinde Helferskirchen im Westerwald, in der bereits im Jahr 2012 ein Filmprojekt zur Dorfgeschichte stattgefunden hatte. Auf Initiative von Anette Marciniak-Mielke, heute Ortsbürgermeisterin, sowie des Vorsitzenden des Dorfmuseums, Paul Müller, wurde ein Oral-History-Filmprojekt im Dorfmuseum durchgeführt, um das Wissen der „älteren Generation“ des Dorfes zu dokumentieren und für künftige Generationen zu konservieren. In offener Runde und bei laufender Kamera wurden den älteren MitbürgerInnen verschiedene Fragen gestellt: Wie habt ihr früher Weizen angebaut und wie feierte man hier im Ort die Kirmes? Wie wurde den Verstorbenen gedacht und könnt ihr euch noch an das alte Bad erinnern, das in einer Zeit in der es keine modernen Badezimmer gab, der gesamten Ortsgemeinde zur Verfügung stand?

Nun galt es in diesem Jahr, die Helferskirchener Filmdateien des Jahres 2012 mithilfe von KuLaDig zu digitalisieren und langfristig in einem zukunftsfähigen Format verfügbar zu machen. Zudem wurden neue Videos durch die Studentinnen und das engagierte Projektteam in der Kommune angefertigt, um thematische Lücken zu füllen, wie beispielsweise der Filmclip zum Objekt Schule und Bad in Helferskirchen, bei dem bereits die Postproduktion erfolgt ist:

Filmclip zum Objekt Schule in Helferskirchen, in dem zeitweise auch das örtliche Bad integriert war. Das Video wurde in diesem Jahr von den Studentinnen der Universität Koblenz-Landau produziert.

Aber auch in anderen Kommunen wurden dieses Jahr Filmclips angefertigt: In Annweiler am Trifels, wo die Zeit der Staufer und die Instrumentalisierung der Staufer durch die Nationalsozialisten den thematischen Rahmen für unsere Objekte darstellt, wurden die ExpertInnen vor Ort zu diesem komplexen Thema befragt. In Mendig filmten die Studentinnen, mit Unterstützung von Martin Lilkendey vom Institut für Kunstwissenschaft der Universität Koblenz, im Lavakeller und fingen die Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Ortes gut ein. Einblicke in das Refugium des Künstlers Uli Lamp in Weitersweiler werden in Kürze am KuLaDig-Objektbeitrag verfügbar sein, in Briedel soll mithilfe von Filmclips ein Blick hinter die kunstvollen Fachwerkfassaden gelingen.

Auch wurde uns von den Partner-Kommunen Eisenberg in der Pfalz, Dattenberg, Höhr-Grenzhausen und Weißenthurm bereits bestehendes, teilweise historisches Filmmaterial zur Verfügung gestellt, um daraus passende Filmsequenzen an verschiedenen KuLaDig-Objekten zu verwerten und Arbeitsschritte zu erläutern.

Die in diesem Projektjahr entstandenen Videos werden zurzeit nachbearbeitet und – so sie fertig bearbeitet wurden – in unserem YouTube-Kanal veröffentlicht. Ende des Jahres sollen sie auch über die produzierten KuLaDig-Beiträge verfügbar sein.

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